, Vreni Friker-Kaspar

Traktor-, Baumaschinen- und Konzertorgel-Museum, Kirchleerau

Vom Pferdefuhrwerk zur Hightech-Maschine

Zu Beginn des Anlasses wurde ein Apéro offeriert, welcher von imposanten Klängen der Konzertorgel begleitet wurde. Die grösste fahrbare Konzertorgel der Welt ist auch eine Augenweide. Die 125-Tonstufen-Orgel ist pneumatisch gesteuert. In dieser Orgel wurden ca. 1'000 Laufmeter Luftleitungen verlegt. Die Grundversion, der mittlere Teil, stammt aus dem Jahre 1910. Nicht nur die Orgel wurde überholt, auch die Notenbücher wurden instand gestellt und aufgestockt.

Wer ist der Mensch, der hinter all diesen Sehenswürdigkeiten steckt?
Peter Bachmann ist eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die im Jahr 1968 in Kirchleerau ein erfolgreiches Bauunternehmen für Hochbau, Tiefbau und Spezialtiefbau gründete. Er hat ein florierendes Unternehmen aufgebaut, das zu einem wichtigen Akteur in der Region geworden ist.

Wie lautet sein Erfolgsrezept?

Nationalrat Thomas Burgherr, der diesen Anlass organisiert hat, stellte Peter Bachmann ein paar Fragen, wie bspw. nach dem Grund für seinen Erfolg.  «Ein Unternehmer, der keine Risiken eingeht, ist ein Unterlasser. Man muss Vertrauen, Mut und Kraft in sich selbst haben. Ich habe immer an mich selbst geglaubt. Ich habe nie eine Minute an mir selbst gezweifelt. Ich habe es einfach gemacht. Unternehmer kann man nicht werden. Unternehmer sein, ist eine Berufung.» Machen. Machen. Machen! lautet seine Devise.

Seine Leidenschaft für Traktoren begleitete ihn schon sein ganzes Leben lang. Das Museum zeigt nicht nur die Entwicklung und den Fortschritt der Traktortechnologie, sondern bietet auch einen Einblick in die Welt der Baumaschinen, die für den Bau von beeindruckenden Strukturen unverzichtbar sind.

Gestern Kutsche, heute Kostenfalle – Verkehr im Wandel

Stefanie Heimgartner, Nationalrätin und Präsidentin der ASTAG Sektion Aargau, war ebenfalls tief beeindruckt von der Ausstellung. «Wenn man diese imposanten Maschinen betrachtet, wird einem sofort bewusst, dass der Verkehr schon immer im Wandel war. Noch vor 150 Jahren war die Kutsche das Mass der Dinge. Dann kam die Industrialisierung. Zuerst die Eisenbahn, dann die Motoren. Auf den Feldern ersetzten Traktoren die Pferde, in der Logistik die Lastwagen die Pferdefuhrwerke. Der Verkehr wandelte sich – und mit ihm die Gesellschaft. Später kam die Digitalisierung dazu. Ein Lastwagen ist nicht mehr nur ein Fahrzeug, er ist ein rollendes Hightech-Büro. Doch dieser Wandel hat auch Schattenseiten. Während die Technik Fortschritte macht, während Fahrzeuge effizienter, sauberer und moderner werden, blockiert die Politik. Statt die Strasse zu stärken, wird sie geschwächt. Statt Hindernisse abzubauen, werden neue geschaffen. Statt Mobilität zu ermöglichen, wird sie verteuert. Die Strasse, einst Symbol für Aufbruch und Versorgungssicherheit, droht heute zur Kosten- und Staufalle zu werden.» Deshalb setzt sich Heimgartner für eine Verkehrspolitik ein, die die Strasse stärkt, nicht schwächt und die endlich wieder Rückgrat zeigt, für die Unternehmer, für die Pendler, für die Bürger unseres Landes.

Die Referate sorgten für viel Gesprächsstoff im Verlaufe des Abends. Abschliessend dankte die Präsidentin, Milly Stöckli, Peter Bachmann und seinem Team für die herzliche Gastfreundschaft und Gaumenfreude sowie für die musikalische Unterhaltung.